Hier gehts lang zum Videozusammenschnitt der Aufführung:
http://www.youtube.com/watch?v=nkVCFcQCgYQ
Mittwoch, 25. März 2009
Montag, 23. März 2009








Frida Kahlo - die wohl berühmteste mexikanische Malerin, eine der exotischsten Frauen ihrer Zeit, Meisterin der Selbstinszenierung. Sie schmückte die Wahrheit aus, erfand sie neu, zerlegte sie, spaltete sie ab und forderte sie heraus - sie datierte ihr Geburtsdatum um auf die mexikanische Revolution und malte ihre Realität, so wie sie sie erlebte. „Ihre Kunst“, sagte Andre Breton „ist wie ein farbiges Band um eine Bombe.“
Ich will hoffen, dass ich den Abgang frohgestimmt erleben werde, und hoffentlich komme ich nie mehr zurück.Nur eines macht mir Sorgen: Bitte nicht in Rückenlage, bitte begrabt mich nicht in Rückenlage! Viel zu oft habe ich in dieser misslichen Lage gelitten.
Also verbrennt mich bitteschön! FRIDA

„Ich bin in meinem Leben von zwei großen Unfällen betroffen worden. Der eine geschah, als ich von einer Straßenbahn überfahren wurde, der andere ist Diego“, sagt Frida Kahlo und diese Unfälle bestimmten ihr Leben von Kindesbeinen an durch die permanente Allgegenwart von körperlichem Zerfall und Verlust. Monatelang war sie durch die Folgen des Unfalls immer wieder ans Bett gefesselt, doch begegnete sie dem Tod mit Sarkasmus und beißendem Spott. Frida war ein Paradoxon, das aufs beste beweist, was es bedeutet, sich mit Haltung und Willenskraft bewusst gegen ein Schicksal aufzulehnen.

Die Zuschauer sitzen in einer Höhe von 1,20m, schauen in einen weißen Raum und beobachten zwei Spielerinnen, die sich den Blicken des Publikums von vier Seiten ausliefern. In einer Verdoppelung der Figur der Kahlo reflektieren, erinnern und spielen sie eine Biografie zwischen Selbstverachtung und Lebenslust.

„Für einen Pariser, New Yorker oder Londoner ist der Tod ein Wort, das man vermeidet, weil es die Lippen verbrennt. Der Mexikaner sucht, streichelt, foppt, feiert ihn, schläft mit ihm; er ist sein Lieblingsspielzeug und seine treueste Geliebte.“ (Octavio Paz)
„Viva la vida Friducha“ befragt unsere Beziehung zu Tod und Leben. Mit Elementen des Puppen/Objekttheaters, Projektionen und des physical theatre erschaffen zwei Spielerinnen anhand des Lebens der Frida Kahlo ein performatives Requiem.

„Viva la vida Friducha“ befragt unsere Beziehung zu Tod und Leben. Mit Elementen des Puppen/Objekttheaters, Projektionen und des physical theatre erschaffen zwei Spielerinnen anhand des Lebens der Frida Kahlo ein performatives Requiem.

Inszenierung/Texte: Katja Fillmann
Schauspiel: Isabelle Stolzenburg / Julia Giesbert
Ausstattung: Cordula Körber
Video & Musik: Steffen Dost
Schauspiel: Isabelle Stolzenburg / Julia Giesbert
Ausstattung: Cordula Körber
Video & Musik: Steffen Dost
Dramaturgie: Christian Weiss
Eine Produktion des LOT-Theaters
Gefördert von: Land Niedersachsen, Niedersächsische Lottostiftung
Gefördert von: Land Niedersachsen, Niedersächsische Lottostiftung
Premiere: 29.01.2009 LOT-Theater Braunschweig
Weitere Vorstellungen:
30.01. / 31.01. / 01.02. / 07.05. / 08.05. / 09.05. / 10.05.2009 jeweils 20 Uhr
LOT-Theater / Kaffeetwete 4a / 38100 Braunschweig
Kartenreservierung: 0531. 17353 / http://www.lot-theater.de/
30.01. / 31.01. / 01.02. / 07.05. / 08.05. / 09.05. / 10.05.2009 jeweils 20 Uhr
LOT-Theater / Kaffeetwete 4a / 38100 Braunschweig

Kartenreservierung: 0531. 17353 / http://www.lot-theater.de/
Zu den Künstlern:
Katja Fillmann (Inszenierung, Texte) *1972, freie Regisseurin und lebt in Berlin. Dipl. angewandte Kulturwissenschaften an der Universität Hildesheim. Stipendium für Schauspielstudium (nach Lecoq) an der Hogeschool voor de Kunsten, Utrecht, Holland; Lehrtätigkeit am Institut für Theater- und Medienwissenschaften an der Universität Hildesheim; Schauspielerin bei Theater ASPIK; Regieassistentin am Theater Basel unter der Leitung von Stefan
Bachmann; Stipendium beim Internationalen Forum des Berliner Theatertreffens `06 und eingeladen zum Young Directors Laboratory `06 des Lincoln Center, New York.
Inszenierungen u.a. am Theater Basel, Theater am Neumarkt Zürich, Theater an der Parkaue Berlin, Theater Essen, DT-Göttingen, Stadttheater Giessen. Freie Produktionen mit Herwig Ursin und Ariane
Andereggen in Basel, mit der Formation Vroom an
der Gessnerallee Zürich, Laboutique Berlin, mit Rogerio Nuno Costa, Tanzfabrik Berlin/ Galerie zdb, Lissabon.
Cordula Körber (Ausstattung) 1978; lebt in Köln,
Katja Fillmann (Inszenierung, Texte) *1972, freie Regisseurin und lebt in Berlin. Dipl. angewandte Kulturwissenschaften an der Universität Hildesheim. Stipendium für Schauspielstudium (nach Lecoq) an der Hogeschool voor de Kunsten, Utrecht, Holland; Lehrtätigkeit am Institut für Theater- und Medienwissenschaften an der Universität Hildesheim; Schauspielerin bei Theater ASPIK; Regieassistentin am Theater Basel unter der Leitung von Stefan
Bachmann; Stipendium beim Internationalen Forum des Berliner Theatertreffens `06 und eingeladen zum Young Directors Laboratory `06 des Lincoln Center, New York.
Inszenierungen u.a. am Theater Basel, Theater am Neumarkt Zürich, Theater an der Parkaue Berlin, Theater Essen, DT-Göttingen, Stadttheater Giessen. Freie Produktionen mit Herwig Ursin und Ariane

Andereggen in Basel, mit der Formation Vroom an
der Gessnerallee Zürich, Laboutique Berlin, mit Rogerio Nuno Costa, Tanzfabrik Berlin/ Galerie zdb, Lissabon.
Cordula Körber (Ausstattung) 1978; lebt in Köln,
Bühnen- und Kostümbildstudium an der Hochschule für Bildende Künste in Dresden, Accademia di Brera in Mailand und an der Hochschule für Film und Fernsehen in Potsdam. Danach Ausstattungsassistentin am Schauspiel Essen u.a. bei Raimund Bauer und Thomas Dreißigacker. Ausstattungen am Schauspiel
Essen, Semperoper Dresden, Folkwang Hochschule Essen, beim Melez Festival in Zusammenarbeit u.a. mit Mirjam Strunk, Henner Kallmeyer, Annette Pullen und Matthias Kaschig. Zusammen mit Katja Fillmann arbeitete sie am Stadttheater Giessen für "Fräulein Julie.
Steffen Dost (Video & Musik) *1973 lebt in Berlin. Arbeiten in den
Bereichen
Schauspiel/Musik/Hörspiel/Film;Video/Grafik. Seit '92 als freier Künstler und Illustrator aktiv. Seit '94 Theatermusiker und Darsteller im Off-Theater. Seit 2000 u.a. als Filmemacher u. Videokünstler tätig. Mitbegründer der freien Theatergruppen Boxen-Team, Berlin, und der Standard Head Company, Hildesheim. Produktionen u.a. mit Theater Aspik, Hildesheim und local theatre/Tel Aviv; lieber Gorilla/Rotterdam; Matthias von Hartz am luzernertheater und an den Sophiensaelen, Berlin, Theater der Welt Düsseldorf; Schauspiel Hannover; Zusammenarbeit mit Katja Fillmann am Theater Basel sowie verschiedene Produktionen am Stadttheater Hildesheim, Schauspiel Essen, Deutsches Theater Göttingen, sowie Kurzfilme für das Projekt „hamlet_X“/ Herbert Fritsch.
Christian Weiß (Dramaturgie) *1978 lebt in Braunschweig. Studierte Literatur-, Sprachwissenschaft und Geschichte an den Universitäten Freiburg und Braunschweig. Er arbeitete als Regie- und Produktionsassistent u.a. am Theater Freiburg und beim Festival Theaterformen (Rimini Protokoll). 2000 gründete er das mehrsicht-theater und ist seitdem künstlerischer Leiter der Gruppe. Seit 2002 arbeitet er als freier Regisseur im Theaterbereich, am Theater
Freiburg und vor allem mit der eigenen Produktion mehrsicht. Stipendium beim Internationalen Forum des Berliner Theatertreffens `06; Lehrbeauftragter an der HBK-Braunschweig. Von August 2007 bis Januar 2009: Dramaturg am Braunschweiger LOT-Theater und dort zuständig für Programm und künstlerische Konzepte.
Julia Giesbert (Schauspiel) *1978; Studium der Kommunikationswissenschaften in Berlin und Barcelona, Studium der Puppenspielkunst in Berlin an der Hochschule für Schauspielkunst "Ernst Busch". Sie ist freischaffende Puppenspielerin und Schauspielerin und lebt in Berlin. Sie arbeitete u.a. mit Jarg Pataki am Theater Freiburg und zuletzt mit Michael Vogel (Familie Flöz) im Maskenspiel „Der Zerbrochne Krug“.
Isabelle Stolzenburg (Schauspiel) *1980; Studium der angewandten Kulturwissenschaften und ästhetischen Praxis an der Universität Hildesheim; Studium Schauspiel und Körpertheater (nach Lecoq) an der Hogeschool voor de Kunsten, Utrecht, Holland und der "Ecole International de Theatre (Lassaad)" in Brüssel. Sie ist als freischaffende Schauspielerin und Theaterpädagogin tätig, u.a. bei „Werkgruppe 2“ in Göttingen.
Essen, Semperoper Dresden, Folkwang Hochschule Essen, beim Melez Festival in Zusammenarbeit u.a. mit Mirjam Strunk, Henner Kallmeyer, Annette Pullen und Matthias Kaschig. Zusammen mit Katja Fillmann arbeitete sie am Stadttheater Giessen für "Fräulein Julie.
Steffen Dost (Video & Musik) *1973 lebt in Berlin. Arbeiten in den
BereichenSchauspiel/Musik/Hörspiel/Film;Video/Grafik. Seit '92 als freier Künstler und Illustrator aktiv. Seit '94 Theatermusiker und Darsteller im Off-Theater. Seit 2000 u.a. als Filmemacher u. Videokünstler tätig. Mitbegründer der freien Theatergruppen Boxen-Team, Berlin, und der Standard Head Company, Hildesheim. Produktionen u.a. mit Theater Aspik, Hildesheim und local theatre/Tel Aviv; lieber Gorilla/Rotterdam; Matthias von Hartz am luzernertheater und an den Sophiensaelen, Berlin, Theater der Welt Düsseldorf; Schauspiel Hannover; Zusammenarbeit mit Katja Fillmann am Theater Basel sowie verschiedene Produktionen am Stadttheater Hildesheim, Schauspiel Essen, Deutsches Theater Göttingen, sowie Kurzfilme für das Projekt „hamlet_X“/ Herbert Fritsch.
Christian Weiß (Dramaturgie) *1978 lebt in Braunschweig. Studierte Literatur-, Sprachwissenschaft und Geschichte an den Universitäten Freiburg und Braunschweig. Er arbeitete als Regie- und Produktionsassistent u.a. am Theater Freiburg und beim Festival Theaterformen (Rimini Protokoll). 2000 gründete er das mehrsicht-theater und ist seitdem künstlerischer Leiter der Gruppe. Seit 2002 arbeitet er als freier Regisseur im Theaterbereich, am Theater
Freiburg und vor allem mit der eigenen Produktion mehrsicht. Stipendium beim Internationalen Forum des Berliner Theatertreffens `06; Lehrbeauftragter an der HBK-Braunschweig. Von August 2007 bis Januar 2009: Dramaturg am Braunschweiger LOT-Theater und dort zuständig für Programm und künstlerische Konzepte.Julia Giesbert (Schauspiel) *1978; Studium der Kommunikationswissenschaften in Berlin und Barcelona, Studium der Puppenspielkunst in Berlin an der Hochschule für Schauspielkunst "Ernst Busch". Sie ist freischaffende Puppenspielerin und Schauspielerin und lebt in Berlin. Sie arbeitete u.a. mit Jarg Pataki am Theater Freiburg und zuletzt mit Michael Vogel (Familie Flöz) im Maskenspiel „Der Zerbrochne Krug“.
Isabelle Stolzenburg (Schauspiel) *1980; Studium der angewandten Kulturwissenschaften und ästhetischen Praxis an der Universität Hildesheim; Studium Schauspiel und Körpertheater (nach Lecoq) an der Hogeschool voor de Kunsten, Utrecht, Holland und der "Ecole International de Theatre (Lassaad)" in Brüssel. Sie ist als freischaffende Schauspielerin und Theaterpädagogin tätig, u.a. bei „Werkgruppe 2“ in Göttingen.
La Requiem- ein Arbeitsgespräch:
A: Wie fühlt es sich an zu sterben?

B: Weiß man, wenn man stirbt?
C: Selbst nach dem Tod kann es so aussehen, als ob der Körper versuche, letzte Mitteilungen zu machen. Säuren im Blut bewirken eine Kontraktion der Rachenmuskulatur, und es entstehen gurgelnde Laute. Bei Zusammenziehung der Kehlkopfmuskeln kann es sogar vorkommen, dass der Tote laut schreit.
A: Woran merkt man, dass man tod ist?
D: Gibt es einen geeigneten Zeitpunkt für den Tod? ..Also, ist es günstiger ein Kind stirbt oder ein

alter Mensch?...Oder jetzt tagesbedingt, stirbt es sich besser am Morgen oder am Abend, nachts ja wohl kaum?
A: Wie würde ich mein Leben leben, wenn ich wüsste, wann ich sterben werde?
B: Würdest du’s anders leben?
A: Das weiß ich nicht, das war ja die Frage.
Würdest du den Zeitpunkt wissen wollen?
B: Nee, das wäre doch total stressig
C: Hat der Tod eine Farbe? Ist der Tod hell und
A: Wie würde ich mein Leben leben, wenn ich wüsste, wann ich sterben werde?
B: Würdest du’s anders leben?
A: Das weiß ich nicht, das war ja die Frage.
Würdest du den Zeitpunkt wissen wollen?
B: Nee, das wäre doch total stressig
C: Hat der Tod eine Farbe? Ist der Tod hell und
warm? 
B: Ist Sterben anstrengend?
D: Wann fängt Sterben an?
B: Der Körper kann noch viele Stunden nach dem Tod Tränen vergießen. Aus dem Augapfel tritt Flüssigkeit. Bei Zweifeln sollte man den Kopf des Toten drehen. Die Augen müssen bewegungslos in den Augenhöhlen stehen bleiben. Eine Reaktion, die allgemein als Puppenaugenphänomen bekannt ist.
A. In der zweiten Todeswoche schwellen Unterleib, Hodensack, Brüste, Augen und Zunge an, so dass sich die Leiche hin- und herbewegt
C: Kann ich mich noch mal entscheiden, wenn das Sterben schon angefangen hat?
Wie fühlt es sich wohl an, im Sarg zu liegen oder verbrannt zu werden?
D: Was würdest du gerne in den Tod mitnehmen?
B: -Ich war mal als Kind in einer Ausgrabung einer römischen Siedlung. Danach hab ich mich gefragt: wenn die Leute in 1000 Jahren unser Haus ausgraben, woher sollen sie wissen, dass ich dort gelebt habe? Ich hab einen dicken Filzstift genommen und unter die steinerne Fensterbank geschrieben: Katja hat da ihr Zimmer.
A: Ein Düsseldorfer Arzt setzte unter Bettpfosten sterbender Patienten hochempfindliche Waagen. Im Augenblick des Todes konnte er so in allen Fällen einen Gewichtsverlust von 21 Gramm feststellen.
C: Treff ich alle wieder? Wie alt bin ich dann und meine Oma?
B: Kann ich, wenn ich tod bin, auf die Erde sehen?
Seh ich was die Lebenden so machen?
Kann man dann fliegen?
A: Spielt Zeit dann noch eine Rolle?
C: Ich denke der Tod ist was warmes und angenehmes, vielleicht dunkel, aber eine angenehme Dunkelheit, der Moment des Sterbens ist ein Aufgehen.
D: Ich frage mich ob das stimmt, vielleicht ist ja nichts- aber was ist nichts
Jetzt mal rein organisatorisch wo sollen denn dann die ganzen Leute sein? Find ich schwierig
A: Mir gefällt die Vorstellung dass es ein Totenreich gibt, wo es alle diese Typen gibt, so Gauner, die Bösen und die Guten, das ist doch lustig. Vielleicht hat dann jeder sein eigenes Todesreich, wie er es sich vorstellt.
B: Ich denke das Ich zerfällt dann einfach, und das ist etwas was ich mir nicht vorstellen kann, aber ich hoffe meine Energie, oder so, das ist dann für was anderes gut, vielleicht ein Wurm, oder in Erinnerungen.
C: Wie lebt man im Tod?
D: Ist der Tod der Gegensatz von Leben
Wenn Leben vergänglich ist, ist der Tod ewig?
B: Kinder, das erscheint mir als reelle Möglichkeit mich weiterzugeben.
Im Vergänglichen liegt doch die Motivation etwas zu erschaffen als Gegenbewegung.
A: Bringt es Unglück über den Tod zu reden, ruft man den Tod herbei?
B: Kann man nicht töten in seinem Leben?
Ich hab schon mal eine Ameise getötet, auch ne Spinne...ist so etwas vermeidbar?
D: Ist Sterben eigentlich schwieriger für die anderen als für einen selbst? Oder ist es für mich schwieriger, weil es mein Sterben schwer ist für die anderen?
B: Habe ich eine Verantwortung für mein Sterben, oder passiert mir das einfach?
A: Was hat das Leiden mit dem Tod zu tun
C: Ist der Tod eine Bestrafung oder eine Belohnung
A: Was soll mit mir geschehen, wenn ich tot bin
D: Wenn der Tod Erlösung ist, warum will dann keiner sterben?
A: Also ich möchte in der Erde vergammeln. So kann ich Nahrung sein für andere, das würde irgendwie Sinn machen.
C: Also ich möchte verbrannt werden, das ist schön warm
A: Mir wär das zu heiß
B: Ich fänd’s super, wenn auf meinem Grab eine Vogeltränke wäre, weil ich bin ein fröhlicher Mensch.
A: Wenn ich sterben muß, dann möchte ich einfach verschwinden, wie die Indianer. Man steigt auf einen Berg und wartet darauf, dass die Götter einen zu sich nehmen.
C: Meine Oma wollte vorm Sterben noch ein Glas Sekt trinken und dann ist sie gestorben.
D: An Weihnachten sterben bestimmt viele Leute, weil sie alleine sind
A: Ich hätte gerne etwas warmes an wenn ich im Sarg liege.
D: Also einfacher Sarg, schönes holz, ohne weißen Lack oder Goldgriffe, ganz klassisch. Angezogen? Irgendwas schönes, aber nicht jetzt einfach ein Kleid mit Spaghettiträgern,
Viel Blumen gerne, nicht zu viele Menschen. Wo? Vielleicht wieder zurück ins Dorf, wo ich herkomme, aber das ist ja schwierig, wer hat mehr Recht an meinem Tod, was ist mit den Freunden? Und danach auch ein Fest, vielleicht nicht tanzen, aber Musik.
Einen Menschen verbrennen, das hat etwas vernichtendes, mir gefällt der Gedanke: Erde zu Erde.
B: Also ich möchte das erst mal den anderen überlassen, außer ich möchte verbrannt werden. Aber was sie mir anziehen eigentlich egal, also weißes Hemd und schwarze Hose.
A: Ich möchte eher was buntes.
B: Wer da kommt, das überlasse ich den andren, ich würd mich schon freuen und ich fänd das auch gut wenn man dann tanzt , das würde ich dann auch gerne machen.
A Könntest du dir vorstellen dich auch der Wissenschaft zu spenden?
B
Nicht jetzt als crashtestdummy, aber organe spenden, das würde doch irgendwie Sinn machen. Also für länger als einen crashtest.
Solange die Totenwache eingehalten wird, aber ach so das geht ja nicht bei Organspende, das muß ja dann ratzfatz.
D: Ich häng an meinem Leben
A Sterben ist glaube ich sehr einsam,
C: Ich glaube beim Sterben dann gibt es immer den Moment der Erschöpfung. Du wirst müde. Aber die Entscheidung treffen, loszulassen, das ist bestimmt sehr anstrengend, ich glaube danach ist es ok. Jedenfalls stelle ich mir das so vor.
B Aber wenn du loslassen kannst, aber dein Körper einfach noch nicht will und du nur noch Schmerzen bist.
D: Wie verändert Krankheit den Blick auf das Leben
A: Große Leichtigkeit, große Gefühle? Wahrscheinlich ist das leben entschiedener im Angesicht des Todes.
...Wenn ich irgendwo wegfahre, frage ich mich manchmal war das der letzte Moment mit dem anderen, was war die letzte Geste, etc. Was würde jetzt übrig bleiben?

B: Ist Sterben anstrengend?
D: Wann fängt Sterben an?
B: Der Körper kann noch viele Stunden nach dem Tod Tränen vergießen. Aus dem Augapfel tritt Flüssigkeit. Bei Zweifeln sollte man den Kopf des Toten drehen. Die Augen müssen bewegungslos in den Augenhöhlen stehen bleiben. Eine Reaktion, die allgemein als Puppenaugenphänomen bekannt ist.
A. In der zweiten Todeswoche schwellen Unterleib, Hodensack, Brüste, Augen und Zunge an, so dass sich die Leiche hin- und herbewegt

C: Kann ich mich noch mal entscheiden, wenn das Sterben schon angefangen hat?
Wie fühlt es sich wohl an, im Sarg zu liegen oder verbrannt zu werden?
D: Was würdest du gerne in den Tod mitnehmen?
B: -Ich war mal als Kind in einer Ausgrabung einer römischen Siedlung. Danach hab ich mich gefragt: wenn die Leute in 1000 Jahren unser Haus ausgraben, woher sollen sie wissen, dass ich dort gelebt habe? Ich hab einen dicken Filzstift genommen und unter die steinerne Fensterbank geschrieben: Katja hat da ihr Zimmer.
A: Ein Düsseldorfer Arzt setzte unter Bettpfosten sterbender Patienten hochempfindliche Waagen. Im Augenblick des Todes konnte er so in allen Fällen einen Gewichtsverlust von 21 Gramm feststellen.
C: Treff ich alle wieder? Wie alt bin ich dann und meine Oma?
B: Kann ich, wenn ich tod bin, auf die Erde sehen?
Seh ich was die Lebenden so machen?
Kann man dann fliegen?
A: Spielt Zeit dann noch eine Rolle?
C: Ich denke der Tod ist was warmes und angenehmes, vielleicht dunkel, aber eine angenehme Dunkelheit, der Moment des Sterbens ist ein Aufgehen.
D: Ich frage mich ob das stimmt, vielleicht ist ja nichts- aber was ist nichts
Jetzt mal rein organisatorisch wo sollen denn dann die ganzen Leute sein? Find ich schwierig
A: Mir gefällt die Vorstellung dass es ein Totenreich gibt, wo es alle diese Typen gibt, so Gauner, die Bösen und die Guten, das ist doch lustig. Vielleicht hat dann jeder sein eigenes Todesreich, wie er es sich vorstellt.
B: Ich denke das Ich zerfällt dann einfach, und das ist etwas was ich mir nicht vorstellen kann, aber ich hoffe meine Energie, oder so, das ist dann für was anderes gut, vielleicht ein Wurm, oder in Erinnerungen.
C: Wie lebt man im Tod?
D: Ist der Tod der Gegensatz von Leben
Wenn Leben vergänglich ist, ist der Tod ewig?
B: Kinder, das erscheint mir als reelle Möglichkeit mich weiterzugeben.
Im Vergänglichen liegt doch die Motivation etwas zu erschaffen als Gegenbewegung.
A: Bringt es Unglück über den Tod zu reden, ruft man den Tod herbei?
B: Kann man nicht töten in seinem Leben?
Ich hab schon mal eine Ameise getötet, auch ne Spinne...ist so etwas vermeidbar?
D: Ist Sterben eigentlich schwieriger für die anderen als für einen selbst? Oder ist es für mich schwieriger, weil es mein Sterben schwer ist für die anderen?
B: Habe ich eine Verantwortung für mein Sterben, oder passiert mir das einfach?
A: Was hat das Leiden mit dem Tod zu tun
C: Ist der Tod eine Bestrafung oder eine Belohnung
A: Was soll mit mir geschehen, wenn ich tot bin
D: Wenn der Tod Erlösung ist, warum will dann keiner sterben?
A: Also ich möchte in der Erde vergammeln. So kann ich Nahrung sein für andere, das würde irgendwie Sinn machen.
C: Also ich möchte verbrannt werden, das ist schön warm
A: Mir wär das zu heiß
B: Ich fänd’s super, wenn auf meinem Grab eine Vogeltränke wäre, weil ich bin ein fröhlicher Mensch.
A: Wenn ich sterben muß, dann möchte ich einfach verschwinden, wie die Indianer. Man steigt auf einen Berg und wartet darauf, dass die Götter einen zu sich nehmen.
C: Meine Oma wollte vorm Sterben noch ein Glas Sekt trinken und dann ist sie gestorben.
D: An Weihnachten sterben bestimmt viele Leute, weil sie alleine sind
A: Ich hätte gerne etwas warmes an wenn ich im Sarg liege.
D: Also einfacher Sarg, schönes holz, ohne weißen Lack oder Goldgriffe, ganz klassisch. Angezogen? Irgendwas schönes, aber nicht jetzt einfach ein Kleid mit Spaghettiträgern,
Viel Blumen gerne, nicht zu viele Menschen. Wo? Vielleicht wieder zurück ins Dorf, wo ich herkomme, aber das ist ja schwierig, wer hat mehr Recht an meinem Tod, was ist mit den Freunden? Und danach auch ein Fest, vielleicht nicht tanzen, aber Musik.
Einen Menschen verbrennen, das hat etwas vernichtendes, mir gefällt der Gedanke: Erde zu Erde.
B: Also ich möchte das erst mal den anderen überlassen, außer ich möchte verbrannt werden. Aber was sie mir anziehen eigentlich egal, also weißes Hemd und schwarze Hose.
A: Ich möchte eher was buntes.
B: Wer da kommt, das überlasse ich den andren, ich würd mich schon freuen und ich fänd das auch gut wenn man dann tanzt , das würde ich dann auch gerne machen.
A Könntest du dir vorstellen dich auch der Wissenschaft zu spenden?
B
Nicht jetzt als crashtestdummy, aber organe spenden, das würde doch irgendwie Sinn machen. Also für länger als einen crashtest.
Solange die Totenwache eingehalten wird, aber ach so das geht ja nicht bei Organspende, das muß ja dann ratzfatz.
D: Ich häng an meinem Leben
A Sterben ist glaube ich sehr einsam,
C: Ich glaube beim Sterben dann gibt es immer den Moment der Erschöpfung. Du wirst müde. Aber die Entscheidung treffen, loszulassen, das ist bestimmt sehr anstrengend, ich glaube danach ist es ok. Jedenfalls stelle ich mir das so vor.
B Aber wenn du loslassen kannst, aber dein Körper einfach noch nicht will und du nur noch Schmerzen bist.
D: Wie verändert Krankheit den Blick auf das Leben
A: Große Leichtigkeit, große Gefühle? Wahrscheinlich ist das leben entschiedener im Angesicht des Todes.
...Wenn ich irgendwo wegfahre, frage ich mich manchmal war das der letzte Moment mit dem anderen, was war die letzte Geste, etc. Was würde jetzt übrig bleiben?
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